Baupolitik: Richtung stimmt, aber es geht noch mehr

Veröffentlicht am 30.10.2017 in Kommunalpolitik

Das Thema Baulandentwicklung und Wohnungsbau bestimmt die Dorfpolitik des letzten Jahres. Die meisten Fakten sind altbekannt: Es gibt – vor allem im Dorfkern – viel Leerstand und es gibt – vor allem im Gratzfeld – jede Menge baufertige Grundstücke, die brach liegen und das auch weiter tun werden.

Die unmittelbare Reaktion von Verwaltung und Gemeinderat ist nun eine klare Festlegung und Kommunikation unserer Baulandpolitik: Ein Neubaugebiet gibt es erst wieder, wenn alle Grundstücke in der Hand der Gemeinde sind. Die Bedingungen, zu denen das passiert, sind im Blättle beschrieben worden (pdf, Abruf am 30.10.2017). Sie stellen sicher, dass die Gemeinde dann Bauland zu eben noch bekömmlichen Preisen von knapp über 200 Euro anbieten kann. Wir halten diese Grundsätze für richtig, je nach Entwicklung in den kommenden Jahren kann das ja neu festgelegt werden.

Insgesamt wollen wir uns damit aber nicht begnügen, sondern fordern weitere Maßnahmen:

1. Eine moderate Anpassung der Ortsbausatzung

Über unsere Vorstellungen dazu haben wir erst vor kurzem im Gemeinderatsam berichtet und diesen Bericht auch hier veröffentlicht. In der Kurzzusammenfassung fordern wir Vereinfachungen bei Gauben, Dach und Fenster und Türen.

2. Bezahlbare Wohnungen in moderat großen Mehrfamilienhäusern.

Diese Forderung ist eigentlich trivial, möchte man meinen. Wir wollen, dass in einem Neubaugebiet nicht ausschließlich Einfamilienhäuser und Doppelhäuser gebaut werden, sondern eben auch Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs Einheiten in einer einfachen Bauweise. Keine Mietbunker, aber eben bezahlbar. Das wird landauf, landab für jedes Neubaugebiet beschlossen und dann nicht umgesetzt. Aus Gründen, die auch mit den Baukosten zu tun haben. Da müssen wir sehr aufpassen.

Insgesamt also eine nicht einfache Gemengelage und ein sogenanntes dickes Brett an dem wir lange werden bohren müssen. Wir hoffen, dass sich das lohnt.

Oswald Prucker

 
 

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