Klimaschutz: Wir waren schon mal weiter

Veröffentlicht am 03.02.2018 in Kommunalpolitik

In der Gemeinderatssitzung vom 30. Januar wurde die Energiepotentialstudie der Badenova vorgestellt. Alles in allem eine eher frustrierende Studie und zwar vor allem was den Istzustand betrifft. Der zeigt, dass wir mit unserem Dorf noch oder besser gesagt wieder (!) tief im Kohlezeitalter stecken. Fast hat man den Eindruck, dass alle Bemühungen auf privater oder öffentlicher Seite kaum mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein sind:

Braunkohlestaub ist der mit großem Abstand wichtigste Energieträger Merdingens und daran wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern.

Der Hintergrund ist klar: Das Kalkwerk ist nun mal ein sehr energieintensives Unternehmen. Daran ist nichts auszusetzen, Baumaterialien werden gebraucht und müssen irgendwo produziert werden.

Leider ist der günstigste Energieträger dafür nicht mehr Erdgas sondern Braunkohlestaub. Dieser Staub ist klima- und umwelttechnisch höchst problematisch vor allem im Vergleich zum Gas. Es wird rund das Doppelte an CO2 pro erzeugter Kilowattstunde frei und im Gegensatz zum Gas enthält das Abgas auch sonst noch viele giftige Gase, z.B. Schwefeldioxid, über deren Abtrennung ich nichts sagen kann.

Insgesamt fallen die Emissionen der privaten und öffentlichen Gebäude gegenüber dem Kalkwerk nicht ins Gewicht und deshalb ist es besonders schade, dass ausgerechnet der übelste aller Energieträger unsere Klimabilanz dominiert.

Noch liegt uns Gemeinderäten der Bericht der badenova nicht vor. Sobald wir genaueres haben, werden wir aber nachberichten.

Oswald Prucker

 
 

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