Radweg Wasenweiler: Schreiben an Landrätin

Veröffentlicht am 11.05.2017 in Kommunalpolitik

Wir sind nicht zufrieden mit der Radwegplanung zwischen Merdingen und Wasenweiler. Die Planung dafür obliegt dem Kreis, denn Radwege sind nun mal Kreisaufgaben. Wir haben uns deshalb jetzt mit einem detaillierten Brief an die Landrätin gewandt. Die Hintergründe unserer Kritik sind auch in diesem Beitrag, der auch in der Gemeinde-Ratsam erschienen ist, dargelegt.

Der Wortlaut unseres Schreibens:

Sehr geehrte Frau Landrätin,

wir wenden uns heute an Sie mit der Bitte um eine Korrektur des Radwegeplans im genannten Abschnitt.

Der Hintergrund: Das Radwegeprogramm des Landkreises sieht entlang der K4929 einen neuen Radweg zwischen Ortsausfahrt Wasenweiler und der Abzweigung nach Gottenheim vor. Dieser Abschnitt steht im vordringlichen Bedarf und offensichtlich gab es dazu bereits Planungsgespräche deren Inhalt uns nicht bekannt ist. Wir halten diese Planung für einen Fehler und möchten dies kurz begründen.

Für die Strecke zwischen Merdingen und Wasenweiler gibt es bislang keinen durchgängig asphaltierten Radweg. Die Radfahrer sind gezwungen, die Straße zu nutzen. Das ist nicht ungefährlich, da diese kleine Verbindungsstraße recht schmal ist. In so fern ist es natürlich zu begrüßen, dass mit dem Bau eines Radweges begonnen werden soll. Dass man dafür aber gerade das teuerste (zwei Brücken!) und zugleich am wenigsten gefährliche Teilstück nimmt ist unverständlich und ganz sicher nicht im Sinne der Radfahrer.

Das mit großem Abstand gefährlichste Teilstück ist der Bereich zwischen Merdingen und Gottenheimer Straße. Dort fahren die allermeisten Autos. Weiter nach Wasenweiler wollen ab der Kreuzung zur Stichstraße nur die allerwenigsten und dieser Bereich ist dann auch gut einsehbar. Die Kurven sind vorher und wenn der Mais hoch steht, dann sieht man dort wenig.

Die jetzt schon von vielen genutzte Alternative ist die Strecke am Neugraben entlang, aber die ist für einen guten Teil nicht asphaltiert und in Regenzeiten schwer befahrbar. Hier sollte man zunächst ansetzen und das war auch schon in der Diskussion auch von Seiten des Landratsamts. Es gab vor wenigen Jahren hier eine Nachfrage und es herrschte damals im Merdinger Rat der Anschein vor, dass dieser Bereich bald geschlossen wird. Leider haben wir dann aber nie wieder etwas davon gehört. Bei der dem Radwegeprogramm vorangegangenen Befragung der Gemeinden konnten nur straßenparallele Projekte eingebracht werden.

Vor allem vor dem Hintergrund der knappen Finanzlage des Landkreises und der Tatsache, dass die für den Radwegebau vorgesehenen Mittel doch nur für die Hälfte der vordringlichen Projekte ausreichen, ist darauf zu achten, dass Spielräume auch optimal und effizient genutzt werden. Das geschieht mit der jetzigen Planung nicht und deshalb fordern wir hier eine Korrektur. Verzichten Sie auf den im Radwegeplan genannten Bau eines teueren Radwegs im wenig gefährlichen Bereich und schließen Sie kostengünstig die nicht asphaltierte Lücke entlang des Neugrabens.

Zu Ihrer Orientierung fügen wir einen Plan an. Wir freuen uns auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Die Gemeinderäte der SPD – Offenen Liste Merdingen

Oswald Prucker, Sigrid Schnurr, Patrick Schopp und Elke Menner

 
 

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