Merdinger Wasserversorgung im Rat

Veröffentlicht am 11.10.2012 in Kommunalpolitik
Oswald Prucker

Wichtigstes Thema der anstehenden Sitzung nächsten Dienstag (16. Oktober, 19 Uhr im Bürgersaal) ist die Zukunft der Merdinger Wasserversorgung. Entscheidungen stehen keine an, vielmehr wird die Badenova über die Kosten einer Verbundleitung und der Versorgung von Merdingen, Ihringen und Breisach mit Hausener Wasser informieren.

Das Thema war in Breisach schon im Rat und die Badische Zeitung berichtet, dass die Räte dort eher positiv gestimmt sind.

Auch der Merdinger Rat hat sich Anfang 2011 schon mit der Thematik beschäftigt und damals wurden drei mögliche Wege für die Sanierung der Merdinger Wasserversorgung aufgezeigt. Auch darüber berichtete die Badische Zeitung.

Variante 1: Alles bleibt wie es ist. Wir machen unser Wasser selber und ertüchtigen lediglich die vorhandenen Anlagen und den Hochspeicher. Günstigste Variante, aber das Wasser bleibt hart und eigentlich ist der Hochspeicher für den heutigen Bedarf und Anforderungen an die Versorgungssicherheit auch mit Löschwasser zu klein. Auch gibt es keine alternative Versorgungsmöglichkeit falls der Brunnen mal ausfallen sollte.

Variante 2: Wir geben die eigene Versorgung komplett auf und lassen uns über die Badenova mit Hausener Wasser versorgen. Vorteil: Weiches Wasser. Nachteil: Das Wasser wird wohl deutlich teuerer, denn gutes Wasser hat seinen Preis und die Badenova will natürlich auch was verdienen. Probleme mit der Versorgungssicherheit und dem zu kleinen Hochspeicher bleiben ebenso bestehen.

Variante 3: Eigene Versorgung ertüchtigen und Badenova-Anschluss dazu. Abgegeben wird Mischwasser. Vorteil: Immerhin weicheres Wasser. Größe Hochbehälter reicht, da redundante Versorgung. Wenn eine Quelle ausfällt, kann die andere zwischenzeitlich komplett übernehmen.

Egal welche Variante zum Zuge kommt, der Wasserpreis wird steigen. Die Wasserversorgung muss aus den Erlösen finanziert werden. Wenn also die Kosten durch nötige Investitionen steigen, dann steigt der Wasserpreis mit. Bei eigenen Anlagen kann er dann wieder sinken, weil die Anlagen nach und nach abgeschrieben werden.

Ich bin gespannt, was die Badenova am Dienstag im Detail vortragen wird und würde mich ebenso über Meinungen aus der Bürgerschaft freuen. Sollten wir unsere Wasserversorgung aufgeben, genau wie wir schon die Abwasserklärung aufgegeben haben? Oder sollen wir weiter selber unser hartes und relativ nitrathaltiges Wasser machen und so den Wasserpreis möglichst niedrig halten? Oder ist eine Kombination das beste? Oder gibt es noch ganz andere Lösungen, die hier noch gar nicht angeklungen sind?

Ich würde mich über Meinungen dazu freuen.

 

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