Anonyme Transparenz ?

Veröffentlicht am 09.04.2015 in Kommunalpolitik

Das Handbuch für Kommunalpolitiker sagt zu anonymen Briefen klar: Gleich wegwerfen. Aber wie das halt so ist mit Ratschlägen: Ich höre da nicht immer drauf.

Heute kam ein Brief von der Initiative für Transparenz und Chancengleichheit Merdingen 2015. Anonym. Keine Namen im Absender, keine Unterschrift.

Das fand ich sehr enttäuschend, denn das Thema ist durchaus diskussionswürdig. Da ich aber nicht weiß, wer das Thema in den Ring wirft, kann ich es auch nicht diskutieren. Ehrlicherweise auch nicht im Rat. Man nimmt ja gerne Anregungen auf, aber man lässt sich gar nicht gerne anonym erpressen.

Das ist das Problem: Was man offen gesagt oder geschrieben bekommt, das ist eine Anregung. Die Anonymität macht daraus einen Erpressungsversuch.

So darf Politik nicht funktionieren und das tut sie auch nicht.

Schade um die Sache, einerseits, und ein kleiner Hinweis andererseits: Anonyme Schreiben und das Wort "Transparenz" im Namen, das beißt sich.

Oswald Prucker

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