Bikezentrum im Gewerbegebiet

Veröffentlicht am 25.03.2021 in Gemeinderatsfraktion

Nach dem der Plan für ein Bikezentrum mit Spielhalle nun öffentlich wurde, gab es von Seiten der Badischen Zeitung die Bitte um eine Stellungnahme zu diesem Thema. Wir haben dazu wie folgt geantwortet und sind selbstverständlich an Meinungen aus dem Dorf interessiert.

Wie Bürgermeister Rupp in der öffentlichen Sitzung mitteilte, plant Jan Ullrich zusammen mit Investoren ein Bikezentrum im Gewerbegebiet und hat sich deshalb dort um ein Grundstück beworben. Das Bikezentrum besteht aus verschiedenen Komponenten rund um die Themen Fahrrad und Radsport und ist in unserer Fraktion von der Grundidee her nicht nur unumstritten, sondern sogar sehr willkommen. Wir erwarten uns davon nicht zuletzt Impulse für den Tourismus in der Tuniberggemeinde.

Die Geister scheiden sich allerdings an der im Bikezentrum ebenso geplanten Spielhalle mit Glücksspielautomaten. Große Teile der Fraktion der SPD – Offenen Liste lehnen genau diese Komponente ab. Diese Ablehnung ist dabei grundsätzlicher Natur und wird durch die Nähe zum Merdinger Sportzentrum noch weiter bestärkt. Dort halten sich tagsüber und bis in den Abend hinein Kinder und Jugendliche auf. Das Landesglücksspielgesetz ist für diesen Fall eindeutig: „Zu einer bestehenden Einrichtung zum Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen ist ein Mindestabstand von 500 m Luftlinie, gemessen von Eingangstür zu Eingangstür, einzuhalten“ (§42(3) Landesglücksspielgesetz). Diese eindeutige Bestimmung will in seiner unmissverständlichen Formulierung frühzeitig eine Gewöhnung der Jugendlichen an Spielhallen als eine normale Art der Freizeitgestaltung verhindern. Für das Bikezentrum halten wir da die Verknüpfung des Glückspiels mit dem positiv besetzten Radfahren oder Radsport ebenfalls für ein ganz falsches Zeichen.

Kritik gibt es aus den Reihen der Fraktion auch an der Eile mit der das Projekt durchgeboxt werden soll. Ein solches Objekt, das in klarem Kontrast zur bisher gelebten gemeinsamen politischen Linie aller Fraktionen und der Verwaltung steht, kann man nicht mit dem Dampfhammer durchsetzen und das sollte auch den Initiatoren klar sein.

Oswald Prucker, Sigrid Schnurr, Stephanie Reisenberger & Patrick Schopp

 

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