CDU und Gemeinschaftsschule

Veröffentlicht am 21.03.2013 in Landespolitik
Oswald Prucker

Die CDU hetzt gegen die ach so gefährliche Gemeinschaftsschule wo sie nur kann und scheut sich nicht davor, bei den Eltern Angst zu erzeugen. Das ist populistisch und gefährlich und bringt sogar die CDU-Bürgermeister in Erklärungsnot.

Argumente scheinen in Schulfragen für die CDU nachrangig, das Niveau dieser Kampagne ist klar populistisch, wie Wolf Rüskamp in der Badischen Zeitung zu einer Kampagne in Bad Saulgau kommentiert:

Das Niveau eines Ausdrucks wie "kaputtmachen" zeigt zudem, auf was die Kampagne hinauslaufen soll: eine emotionalisierte, das Populistische nicht scheuende Auseinandersetzung, in der die pädagogischen Inhalte der Gemeinschaftsschule wenig, Vorurteile gegen jegliche Veränderung von Schule stark interessieren.

Das bestätigte vor einigen Wochen der CDU-Landtagsabgeordnete Patrick Rapp, der in Anzeigen den Kampf zum Erhalt der Realschulen ausrief. Das kann derzeit zum Beispiel noch hier im online nur als pdf erhältlichen Reblandkurier vom 6.3. schon auf der Titelseite bewundert werden.

Die Bürgermeister können sich eine derartige Schwarz-Weiss-Malerei nicht leisten. Auch nicht die der CDU, denn die müssen sich um ihre Schulen kümmern. Und so lese ich heute mit Genugtuung die Badische Zeitung, erfahre von den Breisacher Bemühungen um eine Gemeinschaftsschule und lese wie Bürgermeister Oliver Rein mit folgenden Worten zitiert wird:

Gemeinschaftsschulen sollte man auf keinen Fall verteufeln, es kann gut funktionieren.

Damit zitiert er zwar nur die Position des Städtetags Baden-Württemberg aber immerhin. Vielleicht lernt die CDU doch langsam, dass die Gemeinschaftsschule kein pädagogisches Abenteuer ist, sondern eine bewährte Schulform, die die immer größer werdende Kluft zwischen den Schülern überbrücken kann und die Kinder fit für die Anforderungen der Zukunft macht. Anforderungen, die ich in meiner Arbeit jeden Tag sehe und an denen ich durchaus einige auch scheitern sehe.

Zum Thema Gemeinschaftsschule empfehle ich das Studium dieses Filmes, den unser Landtagsabgeordneter Christoph Bayer in Schliengen gedreht hat. Das war bestimmt anstrengender als Anzeigen mit Pseudotafelanschrieben zu schalten, aber das ist für mich auch weit glaubhafter und kompetenter.

Oswald Prucker

 

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