Engagement für die Jugend im Dorf

Veröffentlicht am 08.05.2017 in Ortsverein

Interview mit SPD-Neumitglied Oliver Prucker

Die SPD hat durch die Kandidatur von Martin Schulz einen Zulauf bekommen, wie schon Jahre nicht mehr. Zeitweise waren sogar die Parteibücher für Neumitglieder komplett vergriffen. Wie gut, dass unser jüngstes Mitglied, Oliver Prucker (OP), schon im September 2016 der SPD beitrat. So konnte Gernot Erler beim Vororttag in Merdingen feierlich das rote Buch (ohne Lieferschwierigkeiten) an das Neumitglied übergeben.

Wir (GEMEINDERATSAM (GR)) wollten jetzt wissen, was junge Menschen motiviert sich auf einem solch alten Kreuzer wie der SPD zu engagieren.

GR: Was hat Dich bewogen, der SPD beizutreten?

OP: Politisch interessiert war ich schon länger, was natürlich auch mit dem Engagement von meinem Vater zu tun hat. Auch bei den Kindersachenmärkten war ich immer mit dabei und da dachte ich, dass mir die kommunalpolitische Arbeit in der SPD Spass machen könnte.

GR: Du betonst den kommunalpolitischen Aspekt ...

OP: Der steht bei mir klar im Vordergrund. Ich war und bin ja auch in den Vereinen aktiv, Landjugend und ASV, da hat die „Dörflepolitik“ natürlich Vorrang.

GR: Was haben die Kollegen zum Beitritt so gemeint?

OP: Die meisten hat es eher nicht interessiert.

GR: Was würdest Du denn gerne kommunalpolitisch bewegen?

OP: Ich finde, es sollte für die Jugendlichen ein Angebot geschaffen werden, was über die Vereine hinaus geht. Auch die Hütten sind nicht für alle offen, obwohl sie als Treff eigentlich gut funktionieren. Ein offener Jugendtreff wäre schön, aber wir haben ja vor Jahren schon einmal versucht so etwas einzuführen, ohne Erfolg! Ich glaube, dass es besser ist immer wieder einzelne Veranstaltungen bzw. Angebote zu machen, die von der Gemeinde getragen werden. Im Mai veranstaltet in diesem Zusammenhang die Jugendversammlung beispielsweise ein Bubble-Soccer-Turnier.

GR:Apropos Jugendversammlung – Du mischst da auch mit?

OP: Na klar. Die Einführung letztes Frühjahr stieß auf ganz gute Resonanz und nach der dritten Sitzung sind immer noch 15 Leute mit dabei. Die gewählten Jugendvertreter sind in keinem Verein engagiert, d.h. wir sind hier ganz nah an dem Gedanken der offenen Jugendarbeit. Insgesamt am wichtigsten sind glaube ich offene Veranstaltungen wie das Bubble-Soccer-Turnier. Mal schauen, ob wir für dieses Jahr noch eine Bildungsfahrt in den Stuttgarter Landtag hinbekommen. Wichtig ist aber auch, dass wir ein eigenes Budget haben, dass wir im Gemeinderat gehört werden und sogar Anträge stellen können. Wir werden also ernst genommen!

GR: Das hört sich ja ganz gut an! Wie geht es weiter?

OP: Als nächstes möchten wir gerne mitreden bei der Neugestaltung der „Trotte“, die ja schon immer ein beliebter Treff war.

GR: Wie sieht es mit einem Engagement parteiintern beispielsweise bei den Jusos aus?

OP: Momentan eher nicht. Mein Schwerpunkt liegt hier in Merdingen. Zudem ich mit dem Gedanken spiele, mich für die Gemeinderatswahl aufstellen zu lassen. Ganz interessant sind im übrigen die regelmäßigen Treffen der SPD Offenen Liste“. Da kann ich viel lernen, obwohl die gerne viel reden bis sie beim „heißen Brei“ landen. Den löffeln sie aber dann auch engagiert aus!

GR: Danke für das interessante Gespräch und Respekt für Dein Engagement!

Bernd Trilling

 
 

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