Ich bin Gemeinderat. Gebt mir ein Mikrofon.

Veröffentlicht am 04.02.2016 in Kommunalpolitik
Dr. Oswald Prucker

Etwas reißerischer Titel, aber ein besserer fiel mir nicht ein. Inhaltlich stimmt er aber: Ich will endlich Mikrofone für unsere Sitzungen. Ich will mich auf die Themen konzentrieren und meine Argumente und nicht darauf, dass ich laut genug rede. Viel lauter, als man das je in einer Diskussion tun würde.

Das sind wir im Übrigen auch unseren Zuhörern schuldig. Endlich, endlich haben wir eine Öffentlichkeit mit regelmäßig gut gefüllten Besucherreihen. Das ist es, was Demokratie ausmacht. Man bekommt viel besseres Feedback zu den Sitzungen. Das will ich nicht aufs Spiel setzen.

Ja, die Funkanlage, die von der Verwaltung und Bürgermeister Rupp favorisiert wird, ist teuer. Sie ist auch zu teuer. Wenn wir mal von zehn Betriebsjahren und zwölf Sitzungen im Jahr ausgehen, dann hätten wir Mikrofonkosten von beinahe 150 Euro pro Sitzung. Das verringert sich natürlich, wenn die Anlage länger hält und wenn andere Nutzungen für die Mikrofone gefunden werden. Das wird bestimmt so sein, aber viel kommt da nicht hinzu.

Eine verkabelte Anlage kostet deutlich weniger, ist ebenfalls mobil und der zusätzliche Aufwand bleibt sehr im Rahmen. Die sollten wir nehmen.

Die schlechteste Entscheidung wäre allerdings, wenn wir keine Anlage anschaffen. Das möchte ich in jedem Fall verhindern.

Oswald Prucker

 
 

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