Kleinkindbetreuung: Spitzenplatz dank SPD

Veröffentlicht am 28.08.2018 in Landespolitik
Dr. Oswald Prucker

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Jahre im Merdinger Gemeinderat. Damals regierte rot-grün und die SPD ging beherzt das Thema frühkindliche Betreuung an. Beherzt heißt: Wir nahmen sehr viel Geld in die Hand und gaben das an die Kommunen weiter. Insgesamt floß – wenn ich mich richtig erinnere – rund 1 Millarde Euro. Nie wurde für ein Programm mehr Geld vom Land an die Kommunen weitergegeben. Damit konnten landauf, landab Einrichtungen gebaut oder umgebaut werden. So auch in Merdingen, als das Dachgeschoß des neuen Kindergartens für die Mättlezwerge hergerichtet wurde und im Keller ein Bewegungsraum – also eine Art Turnhalle für die Kleinen – entstand.

Nun ist es eine Sache, etwas neues aus dem Boden zu stampfen. Etwas ganz anderes ist dann den Betrieb aufrecht zu erhalten, denn Kleinkindbetreuung ist teuer. Auch hier hat die SPD in der damaligen Landesregierung Maßstäbe gesetzt: Zwei Drittel der Betriebskosten zahlt das Land seither. Vieles hat grün-schwarz seither rückabgewickelt, das zum Glück nicht.

Ich freue mich deshalb, dass durch das Wirken der SPD seit dieser Zeit Baden-Württemberg immer den Topplatz bei der Kleinkindbetreuung in Deutschland einnimmt. Vorher waren wir bedingt durch schwarze Vorbehalte gegen diese Betreuung immer Schlußlicht.

Jetzt fallen wir aber dennoch zurück. Vielleicht nicht beim Betreuungsschlüssel, aber bei der Familienfreundlichkeit. Viele Länder – darunter unser Nachbar Rheinland-Pfalz – haben da die Zeichen der Zeit erkannt und die Kleinkindbetreuung kostenfrei gemacht. Das muss jetzt unser Ziel sein. Ein lohnenswertes Ziel, denn schon jetzt zeigen die Verbesserungen in der Kinderbetreuung Wirkung: Die Geburtenrate steigt wieder leicht. Ein zartes Pflänzchen, das umsorgt werden will.

Oswald Prucker

 
 

Mitmachen

Mitgliederwerbung

Suchen

Wir auf Facebook