Neue Schulheizung: Eine Pellet/Gas-Kombi wird's

Veröffentlicht am 03.11.2015 in Kommunalpolitik

In unserer letzten Gemeinderatssitzung Ende Oktober haben wir die erste wichtige Entscheidung in Sachen energetische Sanierung beschlossen: Der Heizungstyp wurde festgelegt, der im Keller der Schule eingebaut werden soll und dann auch die Kindergartengebäude über ein Nahwärmenetz versorgen soll.

Zu diesem Thema gab es ja bereits aus früheren Sitzungen und der Gemeinderatsklausur fünf Vorschläge von denen am Ende drei übrig blieben: Eine Pelletsheizung mit Gasspitzenlastkessel, ein Blockheizkraftwerk und eine reine Pelletsheizung.

Alle drei haben ihre Vor- und Nachteile und alle drei liegen nach allen Regeln der ingenieurstechnischen Wirtschaftlichkeitsrechnung ganz nahe beieinander. Da gehen aber schon sehr viele Annahmen in die Berechnung ein, die eher auf Kaffeesatzleserei beruhen. Wer kann sich schon anmaßen, die Kostenentwicklung der verschiedenen Energieträger auf die nächsten 20 Jahre hochzurechnen.

Insofern waren die Entscheidungsgrundlagen am Ende eher weicher Natur. Für unsere Fraktion war relativ schnell klar, dass das in früheren Diskussionen bevorzugte Blockheizkraftwerk doch nicht die geeignete Alternative ist. Die Schule verbraucht einfach zu wenig Strom und solche Einrichtungen rentieren sich halt erst, wenn man den erzeugten Strom möglichst selbst verbraucht.

Also Pellets. Für eine reine Pelletsheizung spricht die sehr positive CO2-Bilanz. Dagegen die höheren Anschaffungskosten und die Tatsache, dass wir diese reine Pelletsheizung zu groß anlegen müssten: Bis alle Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind und vor allem die Schulgebäude ausreichend isoliert sind, brauchen wir noch rund 33% mehr Energie als danach.

Die Entscheidung fiel deshalb für die Kombinationslösung Pellets / Gas, wobei der Gaskessel nur rund 17% der Energieerzeugung übernimmt. Die Hauptlast stemmt der Pelletskessel. Wir werden also ein schönes Stück unabhängiger von ausländischen Energieträgern. Auch nicht schlecht.

Vielleicht hätte man auf die neue Gasheizung ganz verzichten können? Die wird ja ohnehin nicht oft laufen und vielleicht hätte da die neuere der zwei alten Gasheizungen gereicht? Möglich, denn es heisst ja immer, dass Gasheizungen quasi unbegrenzt laufen und laufen und laufen. Andererseits ist auch diese Heizung schon deutlich über zwanzig Jahre alt und kann eben doch jederzeit aufgeben.

Genau das bringt uns zu unserem Schlußwort: Haben wir die richtige Heizung ausgewählt? Das wissen wir erst in zwanzig Jahren. Wenn sie bis dann ordentlich, energiesparend und wartungsarm läuft, dann haben wir das gut entschieden.

Oswald Prucker

Link:
» Bericht der Badischen Zeitung

 

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