Parkraumkonzept: Endlich geht die Umsetzung los

Veröffentlicht am 01.08.2020 in Kommunalpolitik

Im Ortskern wird unsäglich dreist geparkt und das ist uns schon sehr lange ein Dorn im Auge. Deshalb haben wir vor rund drei Jahren ein Parkraumkonzept erstellen lassen und schließlich im Oktober letzten Jahres konkrete Maßnahmen beschlossen, die aber zum Teil vom Landratsamt genehmigt werden mussten und müssen. Das ist ein zähes Unterfangen, denn das Landratsamt nutzt nach meiner Erfahrung jeden Spielraum, den die Straßenverkehrsordnung gibt, vollständig zugunsten des Autos aus und die Straßenverkehrsordnung schützt eher das Auto als Menschen. Das ist scheinbar der Wunsch der Mehrheit in Deutschland, denn sonst hätte man das schon geändert.

Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich mit den Testläufen zu Parkbuchten im Löschgraben und der Kirchgasse losgeht. Die gelbe Markierung erlaubt es uns, einfach und ohne Aufwand Veränderungen vorzunehmen, falls Anpassungsbedarf erkannt wird und das ist sehr gut. Nach einem Jahr dürfen wir dann mit dem Landratsamt verhandeln, ob wir die Dinger in weiß und damit endgültig aufmalen dürfen. Wie gesagt, es ist ein sehr zähes Geschäft.

Drei Dinge sind mir jetzt wichtig:

1. Zumindest im Löschgraben besteht die Gefahr, dass die Autos jetzt in den ebenso engen Nebengassen geparkt werden. Das gilt es zu verhindern, das müssen wir genau beobachten.

2. Mir sind die vielen Gehsteig-Parker an vielen Orten im Dorf ein Dorn im Auge. Oft bleiben dem Fußgängerverkehr nur noch wenige Zentimeter von vielen Metern Verkehrsraumbreite, oder anders ausgedrückt: Ein echtes Dorfkind geht mitten auf der Straße, weil auf dem Gehweg parken die Autos.

3. Wir haben neben diesen Parkmarkierungen noch weitere acht Maßnahmen beschlossen. Die reichen von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Langgasse ortsauswärts Richtung Ihringen und im Löschgraben, bis zu Parkverboten im Bereich Langgasse/Löschgraben, Markierungen an der Kreuzung Löschgraben/Rittgasse und noch einiges mehr. Da müssen wir ebenfalls dran bleiben.

Wie man sieht: Es ist ein zähes Geschäft, denn das Auto ist nun mal nach wie vor eine Heilige Kuh für viele Menschen. Trotzdem: Die ersten Rückmeldungen zu unseren ja doch noch sehr vorsichtigen Maßnahmen in Löschgraben und Kirchgasse sind ermutigend. Ich verspreche, dass wir uns da weiter einsetzen.

Oswald Prucker

 
 

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