Steuerpläne im Vergleich

Veröffentlicht am 13.09.2013 in Wahlen
Oswald Prucker

Während Teile der Journallie und fast die gesamten Protagonisten der sozialen Medien wegen einer Geste hyperventilieren geht ein interessanter Artikel in der Badischen Zeitung leider beinahe unter. Die haben nämlich mit einem Expertenteam die Steuerprogramme der Parteien abgeklopft und anhand von fünf Beispielen verdeutlicht, wie diese sich jeweils so auswirken. Da lohnt sich ein Blick, durchaus auch ein persönlicher Blick.

Der Artikel findet sich hinter diesem Link. Bitte lest die Zahlen zu den Beispielen selbst. Ich begnüge mich her mit einem Blick auf das Fazit. Da steht Erwartbares:

Die Steuerpläne der FDP führen die Umverteilung von unten nach oben unverhohlen fort. Die Reichen würden fett entlastet, die Armen bleiben zurück. Die CDU bedient im wesentlichen die mittleren Einkommen und schont die Reichen. Unten ist ohnehin nix zu holen.

Genau dort aber setzen die Steuerpläne der SPD an, die die Geringverdiener spürbar entlasten. Die Grünen setzen ihre Schwerpunkte in ähnlicher Weise. Wenn wir uns in der Mitte treffen, dann gibt es spürbare Entlastung ganz unten und verkraftbare Belastung ganz oben. Genau der letzte Aspekt ist auch wichtig, denn er unterscheidet rot-grün von den Linken. Ein Spitzensteuersatz von bis zu 75% Prozent ist ökonomischer Unsinn.

Was ich abschließend auch sehr spannend und sehr richtig finde: Rot-grün wertet Arbeitseinkünfte auf in dem es Kapitalerträge stärker versteuern und die Vermögenssteuer wieder einsetzen will. Das ist überfällig.

Rot-grün präsentiert also ausgewogene und sozial gerechte Steuerpläne, schwarz-gelb will weiter noch oben umverteilen.

Sie haben die Wahl. Am 22. September 2013 zwischen acht und achtzehn Uhr.

Oswald Prucker

 

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