Zwölferholz: Es gibt keinen Handlungsbedarf

Veröffentlicht am 22.06.2014 in Kommunalpolitik

Das Zwölferholz an der Gemarkungsgrenze zu den Breisacher Ortsteilen Gündlingen und Niederrimsingen ist in der Tat ein sehr lebendiger Wald. Entstanden ist er in dieser Form auch durch die kleinteiligen Besitzverhältnisse.

Der Kreis plant hier ein Naturschutzgebiet und die Waldbesitzer wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Zurecht, denn es gibt keinen Handlungsbedarf.


Das Zwölferholz beim Tankgraben

 

Das Landratsamt versichert: Es ändert sich nichts. Wenn man den Satzungsentwurf zum Naturschutzgebiet liest, so stimmt das auch. So gesehen gäbe es keine Grund, gegen die Einrichtung eines Naturschutzgebietes zu sein. Immerhin gibt es ja einigermaßen seltene Pflanzen und eine große Artenvielfalt.

Andererseits fürchten die Waldbesitzer Einschränkungen in der Bewirtschaftung in der Zukunft: Wird man in ein paar Jahren bei der Waldarbeit kein Feuer mehr machen dürfen? Wird das Befahren des Waldes mit dem Traktor verboten? Das ist nicht auszuschließen und deshalb verstehe ich die Sorgen der Waldbesitzer.

Mit einem Naturschutzgebiet wird das Pferd schlicht von der falschen Seite her aufgezäumt: Es ist gerade die Kleinteiligkeit der Besitzverhältnisse, die das Zwölferholz zu dem gemacht hat, was es ist. Und genau diese Kleinteiligkeit wird mit einer solchen Maßnahme gefährdet, weil die Waldbesitzer aus Sorge vor Einschränkungen aufgeben könnten.

Das kann nicht der Sinn der Sache sein. Und deshalb plädiere ich gegen das Naturschutzgebiet. Das Zwölferholz bleibt auch so das, was es ist.

Ich weiß, dass diese Meinung von den anderen Mitgliedern im Ratsgremium so oder so ähnlich geteilt wird. Das ist schön.

Oswald Prucker

 

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