Zwölferholz wird Naturschutzgebiet

Veröffentlicht am 09.11.2017 in Kommunalpolitik

Wir lesen in der Zeitung, dass das Zwölferholz zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet wird. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer freut sich darüber und zählt penibel auf, was es dort alles an tollen und selten Pflanzen und Tieren gibt. Das stimmt, die gibt es und das ist auch wirklich toll. Das finden wir auch.

Was sie aber in ihrer Lobpreisung vergisst: Sie verliert kein Wort darüber, warum es diese tolle Vielfalt dort gibt. Was der Grund dafür sein könnte, dass dieses und jenes nicht verschwunden ist vieles anderes dazugekommen ist.

Die Art der Bewirtschaftung ist es schließlich, die das Zwölferholz zu dem gemacht hat, was es heute ist. Der Wald wird sehr kleinteilig von vielen Eigentümern und Gruppen mit viel Liebe und noch größerem Aufwand bewirtschaftet. Genau diese Art verhindert größeren Kahlschlag oder eine insgesamt zu intensive Bewirtschaftung und hat es deshalb den Arten ja erst ermöglicht zu bleiben oder sich anzusiedeln.

Dafür wäre dann eigentlich mal ein Dank an die Waldbesitzer fällig, aber den gibt es nicht auch nicht in der Original-Pressemitteilung. Im Gegenteil: Die Waldbesitzer sollen vermutlich noch dankbar sein, dass man die „Belange der Privatwaldbesitzer weitestgehend berücksichtigen“ konnte.

Finde den Fehler! Warum schränkt man eigentlich irgendwas ein, was offensichtlich sehr erfolgreich ist? Bei der Vorstellung des Projektes im Merdinger Gemeinderat gab es von allen Ratsmitgliedern heftige Kritik an diesen Plänen und das Gremium hat sich einstimmig gegen die Ausweisung als Naturschutzgebiet ausgesprochen. Mit Begründungen, die der hier vorgetragenen stark ähneln.

Oswald Prucker

 
 

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