Wie groß soll Merdingen werden?

Veröffentlicht am 12.05.2019 in Kommunalpolitik

„Wie groß soll Merdingen werden?“ – das war unsere Frage bei der Merdinger Gewerbeausstellung 2019 am ersten Maiwochenende. Nun ja, am Samstag sah es wettertechnisch eher nach Weltuntergang aus, aber am Sonntag kam es dann doch zu vielen sehr angeregten und teils sehr unterschiedlichen Diskussionen an unserem Stand.

Als Aufhänger diente uns ein symbolisiertes Monopoly-Brett und jeder Teilnehmer durfte zunächst mit drei „Häuschen“ abstimmen. Eins war für die beste Ortsgröße und die anderen beiden für die in diesem Zusammenhang wichtigen Themen.

Bei der Einwohnerzahl sah die ganz große Mehrheit etwas Luft nach oben. So Richtung 3.000 darf es schon sein. Ein Verharren auf der derzeitigen Einwohnerzahl oder gar ungezügeltes Wachstum befürworteten nur sehr wenige.

Die wichtigen Themen in diesem Zusammenhang aber auch allgemein sind dann für die Merdingerinnen und Merdinger die Ökologie, der Verkehr und der Erhalt des dörflichen Charakters. In diesen Zusammenhängen wurden viele Facetten diskutiert: Flächenverbrauch, sehr oft B31, Parkplatzsituation im Dorf, Insektensterben, ÖPNV, Vereinsleben und -förderung – da war alles dabei.

Vor diesem Hintergrund erklärt sich dann ein Stück weit, dass der Wunsch nach bezahlbaren Wohnraum hinter den oben genannten Themen etwas zurück gesetzt scheint. Als Einzelthema war es ganz weit vorn und wurde sehr übereinstimmend immer wieder stark gefordert.

Das Thema Insektensterben haben wir an einem zweiten Tisch separat noch einmal aufbereitet. Kinder durften Bienen basteln, während die Eltern mit uns dazu ins Gespräch kamen und es gab Samentütchen gegen blütenlose Gärten und für eine bunte Pracht.

Viele der an diesem Wochenende diskutierte Themen stehen auch bei uns ganz oben auf der Agenda und sind und waren aktuell auch Themen im Gemeinderatsgremium. Wir werden deshalb da auch dran bleiben.

Oswald Prucker

 
 

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