Wie kann man nur gegen einen Radweg sein?

Veröffentlicht am 31.03.2019 in Kommunalpolitik

Die Antwort: Kann man gar nicht. Auch wenn es nach der Diskussion um den Verkauf von Ackerland für den Radweg von Wasenweiler bis zum Gottenheimer Sträßchen so erscheinen mag, als hätte der Merdinger Rat genau das fast getan. Hat er nicht. Obwohl der Radweg ein Witz ist. Ein schlechter. Aus vielen Gründen.

Ich zähle in loser Reihenfolge auf:

  1. Kosten. Stolze 670.000 € kosten die rund 1,5 Kilometer. Das ist mächtig viel Geld für ein schmales Asphaltband auf einem recht mäßig befahrenen Teilstück. Grund dafür: Zwei Brücken müssen gebaut werden und die gehen ins Geld. Für ein Drittel des Geldes und weniger hätte man das Teilstück entlang des Neugrabens asphaltieren können und damit den Hauptteil entschärft.
  2. B 31 West. Der Radweg liegt im Bereich der Nordvariante. Ein Schelm der schlimmes dabei denkt.
  3. Lückenschluss? Das Teilstück würde eine Lücke im Fernradwegnetz schließen. Dazu fallen mir zwei Fragen ein: Radwegebau dient wohl nur dem Tourismus? Und: Fernradwegenetz? Ernsthaft? Das Gottenheimer Sträßchen ist eng, holprig und viel befahren. Kein Radweg nirgends ...

Fazit: Offensichtlich geht es um ein teueres Prestigeobjekt der Landesregierung. Aber es ist dann doch  immerhin ein Radweg. Die kann man nicht verhindern. Schon gar nicht wegen der gebotenen Summe, lieber Freien Wähler. Aber in diesem speziellen Fall ist nicht verhindern dann auch unterstützt genug.

Oswald Prucker

 
 

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